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 Sekunden statt Stunden: Die Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich profitiert von neuer Data-Warehouse-Lösung

Zeit ist Geld, auch im Bankengeschäft. Das neue Kundenanalyse-System der Raiffeisenlandesbank OÖ-Tochter RACON Software GmbH Linz auf Basis Microsoft SQL Server 2000 überzeugt im Produktionsbetrieb. Daher soll die leistungsfähige Data-Warehouse-Lösung so schnell wie möglich auf die neue Produktgeneration Microsoft SQL Server 2005 – mit all ihren Vorteilen – umgestellt werden. Sekundenschnelle Abfragen, top-aktuelle Datensätze und OLAP-Würfel ohne Grenzen. ​

 

​Welche Kunden haben bereits ein Girokonto und einen Bausparvertrag, aber noch keine private Pensionsvorsorge? Wieviel Kundenpotenzial birgt der Raum Steyr für die Raiffeisenbanken in der Umgebung? Mit welcher Altersstruktur und für welche Produkte? Antworten auf diese und ähnliche Detailfragen sind die Grundlage für einen effektiven Vertrieb in der Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich.
 
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 Data Warehouse als zentraler Informationspool

Über ein Webportal kann das Management ortsunabhängig in das zentrale Data Warehouse einsteigen und jede noch so umfangreiche Abfrage über bestehende und potenzielle Kunden durchführen. Die Softwarelösung dazu hat die RACON Software GmbH in Linz im Auftrag der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, gemeinsam mit dem IT-Beratungsunternehmen cubido, entwickelt. „Wir haben uns im Jahr 2002 strategisch für eine Data-Warehouse-Lösung auf Basis von Microsoft SQL Server 2000 entschieden“, erklärt Hubert Reinthaler von der RACON Software GmbH, die als Tochtergesellschaft der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG zu der bekannten GRZ ITGruppe gehört.

Microsoft SQL Server 2000 statt Großrechner-Datenbank
Mit der Entscheidung für Microsoft wurde eine neue Ära in der Datenqualität eingeleitet und die lange genutzte Großrechner-Datenbank DB2 im Datawarehouse-Bereich abgelöst. Neben geringeren Lizenzkosten waren auch die besseren Integrationsmöglichkeiten in die Microsoft-Office-Produktfamilie ausschlaggebend. Reinthaler führt aus: „Die Anwender unserer DWH-Lösung profitieren nun von verschiedenen Schnittstellen. So lassen sich Datenbankdaten über das Webportal direkt in Excel exportieren. Auch aus Microsoft Office Word lässt sich auf SQL-Daten zugreifen, beispielsweise aus Formatvorlagen. So können Datenbank-Daten ganz einfach in Briefe oder Berichte übernommen werden.“
Insgesamt waren die rund 3.000 Anwender des Data Warehouses – Manager aus Marketing und Vertrieb, Filialleiter und Berater sowie Fachabteilungen – seit der Inbetriebnahme Ende 2004 grundsätzlich sehr zufrieden mit den neuen Möglichkeiten: Cross-Selling-Raten geben Auskunft darüber, wie die Produktausstattung eines Kunden ist. Kundenwanderungsmatrizen oder Kundenpotenzialberechnungen ließen sich auf Knopfdruck aus dem Datendschungel generieren. Dies alles aber mit einem kräftigen Wermutstropfen: OLAP-Abfragen benötigten aufgrund des gewaltigen Datenvolumens von mehr als 200 Gigabyte mindestens 15 - 20 Sekunden Bearbeitungsdauer. Bei vielen Abfrageschritten im Rahmen umfangreicher Analysen waren die Benutzer durch lange Wartezeiten gehandicapt, wodurch besonders komplexe Zusammenhänge nicht im vollen möglichen Umfang untersucht wurden.
LÖSUNG: Der Würfel ist gefallen: OLAP ermöglicht Blitzabfragen
So wurden und werden wichtige Schritte zur Performance-Steigerung umgesetzt. Die Hardware wurde verbessert, auch eine Migration von Microsoft Windows 2000 Server auf die Version 2003 brachte eine spürbare Leistungssteigerung. Außerdem wurde die Konfiguration verbessert, aufgrund von Expertentipps aus Microsoft-Workshops zu diesem Thema. „Den Quantensprung wird uns aber die Nutzung von den in Microsoft SQL Server 2005 integrierten Analysis Services bringen“, betont Reinthaler. Dieser Schritt wurde vom IT-Beratungspartner cubido empfohlen, der Racon bei speziellen IT-Fragen zur Seite steht.

Als Antwort auf die Performance-Frage entwickelte cubido unter den bankfachlichen Anregungen und Vorgaben des Vertriebs der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich als Prototyp einen OLAP-Würfel (Online Analytical Process) mit mehr als 100 Dimensionen, wobei jedes Produkt und jedes Kundenmerkmal wie Alter oder Wohnsitz eine eigene Dimension darstellt. Das Ergebnis war verblüffend: Ad-hoc-Abfragen mit Antwortzeiten unter zwei Sekunden begeisterten Dr. Robert Hellwagner, den Verantwortlichen für die Vertriebssteuerung und das Vertriebscontrolling in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Durch diese Performance können die Anforderungen und Zielsetzungen der Verantwortlichen in den Raiffeisenbanken bestmöglich unterstützt werden. Zunächst wurde für das DWH-Teilprojekt „Kundenanalyse“ ein Prototyp auf Basis Microsoft SQL Server 2000 entwickelt. Dieser soll dann ab Herbst 2006 mit der neuen Version Microsoft SQL Server 2005 für den Echtbetrieb realisiert werden.
SQL Server 2005: Eintritt in das neue Datenbank-Zeitalter

„Die Datenzugriffsgeschwindigkeit mit Microsoft Analysis Services und der OLAP-Technologie ist absolut überzeugend. Jede auch noch so komplizierte Abfrage ist in Sekundenschnelle bearbeitet“, betont RACON-Geschäftsführer Dr. Hermann Sikora. „Die Qualität unserer Datenanalysen nimmt dadurch zu und ermöglicht eine gezielte Abstimmung von Marketingmaßnahmen. Dies wirkt sich positiv auf die Budgets aus und lässt gesteigerte Rücklaufquoten erwarten.“
Elemente und Dimensionen ohne Grenzen

Auch cubido-Projektbetreuer Rainer Stropek bezeichnet die Umsetzung des OLAP-Würfels mittels Microsoft Analysis Services hinsichtlich der Performance als „ultimative Steigerungsmöglichkeit“. Und die Realisierung mit der neuen Version Microsoft SQL Server 2005 bringe noch zusätzliche Verbesserungen, ergänzt Stropek. So gibt die neue Version keine Beschränkung mehr für die Anzahl der Elemente in den Dimensionsebenen vor. Der Prototyp des DWH-Teilprojektes „Kundenanalyse“ kommt auf mehr als 100.000 Elemente. Da aber Analysis Services 2000 nur maximal 64.500 Elemente zulässt, wurde die Prototyp-Lösung in dieser Größenordnung mit Hilfe technischer Kunstgriffe programmiert. „Mit Microsoft SQL Server 2005 fällt dieser zusätzliche Programmieraufwand weg“, resümiert Stropek.

Proactive Caching: Zeitgewinn durch die Kunst des Kopierens

Eine weitere neue Funktion des SQL Server 2005, „Proactive Caching“, ermöglicht nicht nur Hochgeschwindigkeitsabfragen, sondern auch Echtzeit-Analysen durch permanente Datensychronisierung. Mit Microsoft SQL Server 2005 ist die oft langwierige Prozedur der Beladung von Würfeln nicht mehr notwendig“, erläutert cubido-Experte Rainer Stropek. „Durch die Proactive-Cache-Funktion erkennt der Analysis Services Server automatisch, wenn sich Daten im relationalen Data Warehouse ändern und synchronisiert permanent. Auf diese Weise sind die Daten immer auf dem neuesten Stand und der OLAP-Würfel wird nur teilweise verändert, aber nicht gänzlich neu aufgebaut.“
Außerdem speichert der proaktive Cache alle abgefragten Ergebnisse innerhalb eines definierten Zeitraums. Erfolgt dieselbe Anfrage nochmals, durchsucht der Server nicht mehr den gesamten Datensatz, sondern liefert das Ergebnis einfach aus dem Speicher.
Verschlüsselung gibt Hackern keine Chance

Ein besonders wichtiger Vorteil für die RACON, die den Hochsicherheits- und Hochverfügbarkeitsanforderungen aus der Bankenwelt genügen muss, sind die neuen Sicherheitsfunktionen von Microsoft SQL Server 2005. Die integrierten Algorithmen ermöglichen ein Verschlüsseln der Datenbankdaten nach höchsten Sicherheitsstandards und bieten einen zusätzlichen Schutz gegen Angreifer. Den Grad der Verschlüsselung – ob 32 Bit, 64 Bit oder 128 Bit – kann die IT-Administration je nach Bedarf wählen.

Neue Anwendungen, neue Kunden

Hubert Reinthaler lobt nicht zuletzt auch das grafische Design von Microsoft SQL Server 2005: „Die Benutzeroberfläche ist viel besser, übersichtlicher und einfacher zu bedienen. So wird intuitives Arbeiten möglich.“ Insgesamt ist das RACON-Team mit dem neuen SQL-Server 2005 so zufrieden, dass die Anwendung bereits 2006 auf Bereiche wie Finanzplanung und Kostenstellenplanung ausgeweitet werden soll. Ebenso wird überlegt, die leistungsfähigen Data-Warehouse-Funktionen auch einem weiteren Tochterunternehmen der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, der BHG Beteiligungsmanagement und Holding GmbH, zur Verfügung zu stellen. So kommen durch die neue Technologie auch neue Kunden.