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Modernisierung von Legacy-Applikationen - das versteckte Gold im Unternehmen fördern (Teil 1)

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Software Engineer und Architect passiert es mir immer wieder, dass ich mit "der einen alten Applikation" konfrontiert werde, "die der Herr/ Frau X damals schnell aus dem Boden gestampft hat", die seit Ewigkeiten (meist) unter Windows läuft, sämtliche Betriebssystemwechsel recht unspektakulär mitgemacht hat und die doch nun endlich mal durch etwas Neues, Vernünftiges und Wartbares ersetzt werden soll. 

Vielfach gibt es bereits konkrete Vorstellungen darüber, wie die Ziel- Technologie aussehen soll ("da machen wir eine Web-App, die wir dann in unser SharePoint- Portal integrieren"), ohne jedoch recht genau zu wissen, was diese Applikation eigentlich tut und vor allem: warum sie das tut, was sie tut. Dieses WARUM herauszufinden, wird oft gerne auf einen externen Dienstleister abgewälzt, der im Schnelldurchlauf eine Analyse erstellen und danach ein Angebot für die Migration unterbreiten soll. Im Optimalfall zu fixen Kosten mit einem fixen Termin, damit das Risiko gering gehalten wird.

So weit, so bekannt. Interessant wird es für mich als Dienstleister, wenn ich dann der Frage nach dem WARUM gezielter nachgehe. Warum wurde die Applikation damals entwickelt? Welchen Bedarf deckt sie bzw. welche Anforderungen werden damit abgedeckt? Warum muss sie überhaupt modernisiert werden und außerdem: warum muss daraus eine Web-Anwendung werden, die sich doch konzeptionell erheblich von einer klassischen Windows- Applikation unterscheidet?

Diesen und weiteren Fragen möchte ich im Rahmen einiger Blog-Artikel nachgehen und Sie, lieber Leser dazu anregen, auch Technologie- Entscheidungen in Ihrem Unternehmen kritisch zu beleuchten.

Warum gibt es eigentlich Legacy Applikationen?

Nun, meistens entstanden solche Applikationen aus einem konkreten Bedarf heraus, ein spezifisches Problem einfach und schnell zu lösen. Oft handelt es sich dabei um Anforderungen, die entweder mit einer Standard- Anwendung (sei es das Office- Paket, das ERP- oder CRM- System) nicht oder nur sehr aufwändig zu lösen waren. Vor diesem Hintergrund hat sich ein wahres Heer an teils Mini- Applikationen entwickelt, die meistens einen spezifischen Zweck erfüllen und hochgradig auf die Bedürfnisse des/ der Nutzer hin getrimmt sind.

Dabei wurde teilweise recht wenig auf allgemeine Anforderung wie ein ausgefeiltes Berechtigungssystem (inkl. Rollenkonzept), verschlüsselte Daten, oder Anbindung von Fremdsystemen Rücksicht genommen. Meist handelt es sich um die Quintessenz der Software Entwicklung. Ein Problem, eine konkrete Lösung dazu. Punkt.
 

Mit welcher Technologie sind Legacy Applikationen umgesetzt?

Hier wird es etwas schwieriger, zu klassifizieren, ab wann eine Technologie als „legacy“, sprich veraltet gilt. Ein gutes Indiz dafür ist, dass z.B. der Hersteller keinen Support mehr dafür anbietet bzw. schon eine oder mehrere Nachfolger-Technologien im Angebot hat.

Seien Sie aber beispielsweise vorsichtig, nach wie vor verbreitete und vielfach genutzte Technologien (die IBM System i- Plattform fällt mir hier spontan ein) als „legacy“ abzustempeln, auch wenn die grafischen Oberflächen (u.a. die 5250- Emulation) alles andere als optisch ansprechend sein mögen.
 

Wie kann solches „Gold im Unternehmen“ gehoben werden?

Es ist im Grunde ganz einfach. Prüfen Sie, ob das Problem, das die Applikation löst, in der Form noch existiert und ob es nicht bereits als gelöst betrachtet werden kann (z.B. durch das Office- Paket, das CRM- oder ERP- System). Wenn dem so ist, dann ist ihr ehemaliger Goldschatz keiner mehr und Sie sollten danach trachten, die Legacy Applikation mittelfristig still zu legen.

Ist es aber so, dass es nach wie vor keine standardisierte Lösung gibt, so sollten Sie über eine Modernisierung selbiger in Form eines technologischen Refresh nachdenken.

Um eine solche Modernisierung in Angriff zu nehmen, sollten Sie sich vorab eine Reihe von Fragen stellen und im Optimalfall auch schon Antworten dazu parat haben, bevor Sie sich auf die Suche nach einem internen Projekt- Sponsor bzw. einem Umsetzungspartner begeben.

  • Wer verfügt intern über Knowhow und kann Sie im Projekt mit Fachwissen unterstützen?
  • Welchen Mehrwert bietet eine modernisierte Variante der Software? (für die User, den Betrieb, das Unternehmen allgemein)
  • Geht es lediglich darum, die Applikation 1:1 in eine neuere Technologie zu portieren und denken Sie auch über Layout und Usability- Veränderungen nach?
  • Inwieweit können Sie die User motivieren, ggf. auch Medienbrüche zu akzeptieren (wenn eine Windows Applikation auf eine Web- Applikation umgestellt wird, kommt es zu einigen ungewohnten Einschränkungen in der Bedienbarkeit)
     
Arten der Migration

Im Grunde unterscheidet man zwei Arten (oder Richtungen) einer Migration, die horizontale und die vertikale (vgl. Abbildung 1).

Die vertikale Migration betrachtet Applikationen in ihrer Gesamtheit, d.h. die klassischen drei Layer werden migriert, meistens zugleich, um Stillstandszeiten gering zu halten. Das Risiko, das dabei entsteht, ist relativ gering, vor allem dann, wenn die migrierte und die originale Version der Applikation nebeneinander existieren können (es empfiehlt sich also, das Datenmodell erst in einer späteren Phase zu überarbeiten). Zusätzlich ist es möglich, die verarbeiteten Daten bzw. das Verhalten zwischen bestehender und migrierter Applikation auf allen Ebenen gut zu vergleichen. Dieser Ansatz wird daher tendenziell öfter verfolgt, ist dafür aber fehleranfälliger, da bereits hinreichend getestete Teile ebenfalls neu geschrieben werden, was den Verifikationsaufwand erhöht.

Die horizontale Migration auf der anderen Seite des Spektrums zielt auf einen Austausch einzelner Layer (meist des GUI- Layers) ab, oftmals anhand eines Prototypen und danach auf breiter Front bei mehreren Applikationen (oder Modulen) gleichzeitig. Dies hat den Vorteil, dass vor allem die Optik aufgefrischt wird, die ausgefeilte und verifizierte Business Logik bestehen bleibt und auch auf der Daten- Ebene keine negativen Überraschungen wie z.B. neu geschaffene Performance- Probleme auftreten. Nachteilig wirkt sich in solchen Szenarien aus, dass die Technik darunter die alte bleibt und die Migration damit nur teilweise vollzogen wird. Damit hat man zwar an der Oberfläche etwas gewonnen, langfristig wird die Migration der anderen Layer aber schwieriger, weil die Bereitschaft sinkt, auch die kritischeren Teile in Angriff zu nehmen.

 

Blog | Trends und Innovationen
13. Juli 2018 von David Mariacher
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