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Odysseus Reise in die App Stores

Nach dem erfolgreichen Abschluss mehrerer App Projekte hat man bereits so Einiges mit den App Stores, konkret dem Google Play Store für Android und dem Apple App Store, erlebt. In diesem Blogbeitrag möchte ich ein paar dieser Erlebnisse teilen.

Review Prozess

Für den Google Play Store sieht der Review Prozess recht einfach aus. Man lädt seine App hoch, klickt auf "Überprüfen" und fertig. Ein bis zwei Stunden später ist die App im Store. Apple hingegen kümmert sich viel stärker darum, was in den App Store darf und welchen Apps der Zutritt verwehrt bleibt. Hier kann es je nach Anwendungsfall der App auch schnell zu einem sehr frustrierenden Ende kommen. Im nächsten Abschnitt gehe ich etwas näher auf verschiedenen mehr oder weniger kuriose Fälle ein, die bei uns zu Ablehnungen geführt haben.

Gründe für Ablehnung

Keine App für Jedermann

Beim Einreichen von Apps mit einem Login Bildschirm will Apple wissen, wer die Zielgruppe der App ist, wie die Benutzer zu einem Account kommen und ganz wichtig, ob die App nur für den internen Gebrauch gedacht ist oder auch für Externe verfügbar sein wird. Bei dem letzten Punkt ist uns bei einer App ein kleines Missgeschick passiert und wir haben angegeben, dass die App in der aktuellen Version nur für Mitarbeiter des Kunden verfügbar ist, aber in Zukunft auch für Externe verfügbar sein wird. Auf Grund einer sehr knapp angesetzten Deadline haben wir beschlossen, einen Registrierungprozess oder klassische Soziallogins vorerst auszulassen.

Und so geschah es, dass trotz Versuche unsererseits, den Missstand aufzuklären, eine Version nach der anderen von Apple mit einem Verweis auf Punkt 3.2 der Entwickler Richtlinien zurückgewiesen wurde. Unser Glück war es, dass der Kunde bereits ein MDM (Mobile Device Management) benutzte und wir die App so als custom business app vertreiben konnten.

Hardware abhängiger Inhalt

In einer Augmented Reality App, die wir für einen Kunden gemacht haben, können klassische Printmedien wie Broschüren oder Artikel in Magazinen mit dem Smartphone gescannt werden und um Videos, Text oder weiterführende Links erweitert werden. Dementsprechend haben wir beim Reviewprozess eine Anleitung und einen Testmarker im PDF Format mitgeliefert, damit das Review Team die App in seinem vollen Umfang testen kann.

Die Antwort war jedoch trotzdem eine Ablehnung: Es ist in Apple's Augen nicht akzeptabel, Inhalte hinter dem Erwerb von Produkten, die nicht im Bezug der App stehen, oder der Teilnahme an Werbung oder Marketingevents zu verstecken.

Als Lösung für dieses Problem haben wir im Beschreibungstext der Storeseite sowie im Hilfemenü der App eine Anleitung mit einer Beispielbroschüre hinterlegt. Dies hat Apple soweit gereicht und die App konnte endlich veröffentlicht werden.

Vorsicht mit App-Vorschauen

Im Falle von klassischen Apps ist es recht offensichtlich, was man als App-Vorschauen verwendet: Screenshots. Bei einer Augmented Reality App geht jedoch sehr viel von dem "Gefühl" verloren wenn man nur Screenshots verwendet. Aus diesem Grund hat unser Kunde selbst Bilder von Personen, die die App tatsächlich verwenden, gemacht. Diese wurden jedoch von Apple als "nicht repräsentativ" eingestuft und wir mussten zusätzlich klassische Screenshots hochladen.

Bei einem anderen Fall hat uns ein Enterprise Kunde unseres Conference Guides gebeten, die Screenshots zu aktualisieren und hat auch einen konkrete Screen genannt, von dem wir die Vorschauen verwenden sollen. Einer davon war der "Weitere Informationen" Bildschirm seiner bevorstehenden Konferenz. Die Seite war nett gestaltet und ordentlich organisiert und beinhaltete abgestimmte Icons und Bilder. Was jedoch nicht bedacht wurde ist, dass Kraftausdrücke und vulgäre Sprache oder Symbole verboten sind. Aus diesem Grund wurde die App ohne Vorwarnung an einem Mittwochmorgen, bereits mehrere Wochen NACH dem Update, aus dem Store geschmissen. Bei genauerer Betrachtung der Beschreibungen und Screenshots ist uns aufgefallen, dass ein Menüpunkt mit dem Schriftzug "Oh Sh*t!"versehen war. Zusätzlich war auf der Seite das -Symbol zu sehen, was in einigen Kulturen als obszöne Geste gewertet wird. Was davon der Auslöser war, wissen wir nicht genau. Das Entfernen dieses Screenshots hat jedoch ausgereicht, die App wieder in den Store zu bekommen.

Zu wenig Funktion

Unsere AR App musste noch eine weitere Ablehnung verkraften: Beim letzten Update wurde die App mit der Begründung abgelehnt, dass sie zu wenig Funktionalität bietet, bzw. diese nur dem Marketing dient und kaum Benutzerinteraktion beinhaltet. Das Kuriose daran ist jedoch, dass sie im Gegensatz zur Vorgängerversion sogar mehr kann.

Zusammenfassung

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Google Review Prozess sehr optimistisch abläuft: Die App kommt innerhalb von ein bis zwei Stunden in den Store. Es kann jedoch sein, dass sie ein paar Wochen später einfach verschwindet und man eine Mail in seinem Postfach mit weiteren Anweisungen findet.

Apple hingegen passt da schon sehr viel genauer auf, dass im Store nur Apps landen, die einem gewissen Qualitätsstandard entsprechen und auch von einem Großteil der Benutzer verwendet werden können.

Wichtig ist es, diese Erkenntnisse bei der Konzeption von Apps und den potentiellen Benutzern im Hinterkopf zu behalten. Sollte die App nur für Mitarbeiter oder einen stark eingeschränkten Benutzerkreis sein, so bleibt nur die Möglichkeit, entweder auf den Apple Store zu verzichten, oder auf die "Custom Apps for Business" zurückzugreifen. Diese erfordern jedoch auch, dass der Kunde ein MDM wie Microsoft Intune verwendet.

Für interne Apps (also nur Apps für Mitarbeiter des eignen Unternehmens) sollte der Apple Enterprise Developer verwendet werden. Dieser kann Apps selbstständig signieren und "umgeht" so den Reviewprozess. Diese dürfen aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein und haben auch keine Möglichkeit im App Store erfasst zu werden.

Bei der Entwicklung von Apps ist man sehr stark von den Appstore Betreibern abhängig. Da kann die App noch so toll sein. Wenn Google oder Apple dir den Zutritt in ihre Stores verwehren, steht man recht blöd da.

Blog | Development
04. Juni 2019 von Wolfgang Mayr
Werbeagentur Moremedia, Linz